Staatsminister Robra übergibt NEB-Fördermittelbescheide mit Bezug zur Industriekultur
Am 9. April 2026 startete in Dessau die Auftaktveranstaltung zum Tag der Industriekultur Sachsen-Anhalt in der von Peter Behrens für die Weltausstellung 1910 in Brüssel entworfenen und anschließend nach Dessau verkauften und dort wieder aufgebauten Kraftmaschinenhalle. Der Ort war mit Bedacht gewählt, um eine Brücke zum Jubiläum »100 Jahre Bauhaus Dessau« zu schlagen, schließlich war Behrens ein Wegbereiter für das moderne Bauen und Lehrmeister der späteren Bauhaus-Direktoren Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe.
Im Rahmen der feierlichen Eröffnung übergab Staatsminister Rainer Robra im Beisein von Thies Schröder (Geschäftsführer Ferropolis, Vorsitzender des Bundesverbands Industriekultur Deutschland/BIKD) die ersten drei Fördermittelbescheide für angewandte NEB-Projekte (Neues Europäisches Bauhaus) mit Bezug zur Industriekultur. Die Projekte werden zu 100 Prozent aus dem europäischen Just Transition Fond (JTF) gefördert.
Folgende Projekte wurden ausgewählt:
1) Das Projekt Zukunftsschmiede Industriekultur: Jugend gestaltet Wandel mit den Verbundpartnern Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e. V. und Forum Rathenau e. V., erhält als modellhaftes Bildungsprojekt zu nachhaltigen Berufswegen mit niedrigschwelligen, praxisnahen Angeboten für Jugendliche vor Ort eine bewilligte Förderung in Höhe von insgesamt rund 1,29 Millionen Euro (Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e. V.: rund 870.000 €/Forum Rathenau e. V.: rund 420.000 €)
2) Die Verbundpartner Kulturpark e. V. und der Jugendclub 83 e. V., beide aus Bitterfeld-Wolfen, können sich über zwei Fördermittelbescheide in Höhe von rund 710.000 € und rund 260.000 € für das Projekt Festival OSTEN. Ein Ort für Industriekultur. Ein Ort für die Zukunft für den Bau eines mobilen Pavillons freuen. Dieser Pavillon wird gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Region entwickelt und als multifunktionaler Versammlungs- und Austauschort beim Festival OSTEN 2026 und ab 2027 als Teil des neu eröffneten Kinos Wolfen Verwendung finden.
3) Mit SALTSA, einem Konzept für die Sanierung und Wiedernutzung der noch leerstehenden Salinegebäude in Halle (Saale), erhalten Science2public e. V. rund 395.000 € und die Stadt Halle (Saale) rund 540.000 €. Es werden ressourcenschonende, innovative Ansätze wie jahreszeitenabhängige Nutzungen, „Haus-in-Haus“-Systeme oder Low-Tech-Konzepte vorangetrieben und das Salineareal für die Bevölkerung (wieder) entdeckt.1



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