Das Waschmittelmuseum in Genthin dokumentiert die 88-jährige Tradition der Waschmittelherstellung am Standort von 1921 bis 2009. 1921 gründete die Firma Henkel ein Zweigwerk in Genthin. Der Standort wurde aufgrund der guten Verkehrsanbindung (Mittellandkanal, Bahnstrecke Magdeburg–Berlin) ausgewählt und es entstand in den 1920ern die damals modernste Waschmittelproduktion in Deutschland. 1945 enteignet, wurde das Werk 1949 zu einem Volkseigenen Betrieb (VEB) und zum größten Waschmittelproduzenten der DDR. Nach der Wiedervereinigung kaufte Henkel 1990 das Werk zurück, 2009 wurde es wieder geschlossen.
In der Ausstellung werden zahlreiche Exponate präsentiert, darunter historische Waschgeräte, die den Wandel der Waschmittelproduktion veranschaulichen. Die Ausstellung befindet sich im ehemaligen Badehaus, einem achteckigen Ziegelbau der 1920er und wird ehrenamtlich von ehemaligen Mitarbeiterinnen betreut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Z. Zt. ist das Museum leider geschlossen und die Ausstellung kann nicht besichtigt werden.